Friseur in Olbia · Total Look
Die Wissenschaft des Shampoos
Shampoo reinigt über Tenside — Moleküle, die Talg und Schmutz binden, damit Wasser sie ausspülen kann. Der ideale pH-Wert liegt bei maximal 5,5, Sulfate sind sicher, können aber zu stark entfetten, und die richtige Waschfrequenz hängt von der Kopfhaut ab — nicht von einer Universalregel. Hier steht, was die Forschung wirklich sagt.
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Wie Shampoo reinigt
Tenside haben einen wasserliebenden Kopf und einen fettliebenden Schwanz: Sie umschließen Talg und Rückstände und halten sie im Wasser in Schwebe, bis Sie ausspülen. Wie stark ein Shampoo reinigt, hängt von Art und Menge der Tenside ab (D'Souza & Rathi, Indian Journal of Dermatology).
Sulfate: die Faktenlage
Eine begutachtete Sicherheitsüberprüfung von 2015 fand keinerlei Belege, dass Sodium Lauryl Sulfate Haarausfall verursacht oder krebserregend ist — Reizungen hängen von Dosis und Kontaktzeit ab. „Sulfatfrei" heißt milder, nicht sicherer: Es reinigt weniger aggressiv, gut für trockenes, lockiges oder coloriertes Haar.
Der pH-Wert zählt
Die Kopfhaut ist von Natur aus sauer (ca. pH 5,5). Eine Untersuchung von 123 handelsüblichen Shampoos (International Journal of Trichology, 2014) ergab: 61,8 % liegen über pH 5,5 — ein alkalischer pH erhöht die Reibung zwischen den Fasern und verstärkt Frizz und Haarbruch. Bemerkenswert: 75 % der getesteten Friseur-Shampoos lagen im korrekten Bereich (≤ 5,5).
Wie oft Haare waschen?
Die American Academy of Dermatology nennt keine Universalfrequenz: Es kommt darauf an, wie schnell die Kopfhaut nachfettet. Glattes, fettiges Haar verträgt tägliches Waschen; lockiges, dickes oder behandeltes Haar kann länger warten. Häufiges Waschen schadet nicht: In einer klinischen Studie von 2021 schnitt tägliches Waschen bei allen gemessenen Parametern besser ab als wöchentliches — die Zufriedenheit war bei 5–6 Wäschen pro Woche am höchsten.
Trockenshampoo: nützlich, aber es wäscht nicht
Trockenshampoo bindet Fett mit Stärke und Puder, entfernt aber weder Hautschüppchen noch Rückstände: Für die AAD-Dermatologen ersetzt es keine Wäsche mit Wasser — maximal ein- bis zweimal zwischen zwei Wäschen verwenden, sonst drohen Ablagerungen, Haarbruch und seborrhoisches Ekzem.
Der Mythos zum Abhaken
„Häufiges Waschen macht Haarausfall" — falsch. Die Haare im Abfluss waren bereits in der Telogenphase (Ruhephase) und wären ohnehin ausgefallen; das Waschen löst sie nur. Die AAD unterscheidet klar zwischen physiologischem Haarwechsel (50–100 Haare täglich) und krankhaftem Haarausfall.
Quellen
- American Academy of Dermatology — Tips for healthy hair
- AAD — Dry shampoo: dermatologists' tips
- AAD — Hair loss or hair shedding?
- Gavazzoni Dias et al., "The Shampoo pH can Affect the Hair: Myth or Reality?", Int. J. Trichology 2014
- Punyani et al., "The Impact of Shampoo Wash Frequency on Scalp and Hair Conditions", Skin Appendage Disorders 2021
- Bondi et al., "Human and Environmental Toxicity of Sodium Lauryl Sulfate", Environ Health Insights 2015
- D'Souza & Rathi, "Shampoo and Conditioners: What a Dermatologist Should Know", Indian J Dermatol
Stand: Juni 2026
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